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Verunsicherung durch Anschreiben von Landesdirektion bei vielen Kollegen

In diesen Tagen haben viele Heilpraktiker-Kollegen Post von der Landesdirektion Sachsen erhalten. In diesem Schreiben wird darauf hingewiesen, dass die Herstellung von Arzneimitteln für die Injektionen am Patienten erlaubnispflichtig ist. Was es mit diesem Schreiben genau auf sich hat und wie es zu interpretieren ist, erfahrt ihr hier.

Das dreiseitige Schreiben weist zuerst darauf hin, dass der jeweilige Kollege bei der Landesdirektion angezeigt hat, mit selbst hergestellten Mischungen für Injektionen zu arbeiten. Damit hat der Kollege seine Pflicht zur Anzeige dieser Tätigkeiten erfüllt und gehört zu denen, die Post erhalten.

Im nächsten Abschnitt erfolgt der Hinweis, dass ein neues Gesetz in Kraft getreten ist. Dieses regelt die Herstellung von Arzneimitteln für Ärzte und Zahnärzte neu. Jedoch nichts Neues ist, dass Heilpraktiker ohnehin noch nie verschreibungspflichtige Medikamente herstellen durften.

Nach einzelnen Erläuterungen folgt dann die Aufzählung, was nun der Verschreibungspflicht unterliegt. Hier ist die “Blutzubereitung humanen Ursprunges” mit aufgezählt. Diese Information bezieht das Urteil zum Verbot der intravenösen Eigenbluttherapie offensichtlich mit ein. Die laufenden Gerichtsverfahren zur Revision zu diesem Urteil sind unseres Wissens noch nicht abgeschlossen, jedoch ist die Rechtslage im Moment so, dass Eigenblutbehandlungen per Injektion Heilpraktikern nicht mehr erlaubt sind. Wir empfehlen dazu die aktuellen Informationen der Heilpraktikerverbände zu verfolgen.

Die weiteren Mittel, die aufgeführt sind, unterliegen in Urtinkturen oder hohen Konzentrationen schon lange der Verschreibungspflicht. Da hat sich nichts Wesentliches geändert. Unter dieser Aufzählung wird dazu im Schreiben der LD auch Stellung bezogen. Alle Mittel, die Patienten und Heilpraktiker in Form von Mischungen von Firmen in der Apotheke kaufen können, sind weiterhin zur Behandlung von Beschwerdebildern zulässig, auch als Injektionslösung. Die Apotheke gibt den Hinweis, wenn ein Mittel unter die Verschreibungspflicht fällt und dann ist es nicht zu erwerben.

In einer zweiten Aufzählung am Ende der Seite 2 werden eine Vielzahl von Vitamin-Präparaten aufgezählt. Hier könnte man denken, dass diese Präparate grundsätzlich der Verschreibungspflicht unterliegen. Nach unseren Recherchen gilt dies für Medikamente, die eindeutig als verschreibungspflichtig gekennzeichnet sind, nicht jedoch grundsätzlich für alle aufgezählten Vitamine. Einige Vitamine unterliegen in hohen Dosierungen oder bei Kombinationen mit anderen Mitteln der Verschreibungspflicht.

Die meisten bisher vom Heilpraktiker verwendeten Produkte waren in der Vergangenheit schon nur apothekenpflichtig und unterlagen nicht der Verschreibungspflicht und daran hat sich aktuell nach unserem Wissensstand nichts geändert. Unsere Empfehlung ist auch hier, beim Erwerb dieser Produkte den Rat des Apothekers einzuholen, um sicher zu sein, dass die Mittel für Heilpraktiker zulässig sind.

Auf der dritten Seite des Schreibens wird dann der jeweils angeschriebene Kollege aufgefordert, alles bei sich zu prüfen und sicherzustellen, dass keine verschreibungspflichtigen Medikamente verwendet werden. Wir gehen davon aus, dass alle Kollegen Heilpraktiker auch in der Vergangenheit keine Mittel verwendet haben, die unter die Verschreibungspflicht fallen, denn das wäre schon immer rechtswidrig gewesen. Wer also bisher alles korrekt ausgeführt hat, braucht keine Änderungen vornehmen.

Fazit:

Die Landesdirektion kommt ihrer Aufgabe der Aufsicht und Informationspflicht aller medizinisch tätigen heilkundlichen Berufe nach und stellt mit diesem Schreiben individuell sicher, dass die Patienten vor unrechtmäßigem Einsatz von Medikamenten geschützt werden. Das ist auch in unserem ureigensten Interesse der Berufsethik, weil wir genauso dafür einstehen wollen, dass von Heilpraktikern keine Gefahren für die Bürger und Patienten ausgehen.

Fazit 2:

Eine Änderung der Herstellungspraxis bei Heilpraktikern wird damit normalerweise nicht in Frage kommen, weil auch bisher keine verschreibungspflichtigen Medikamente hergestellt werden durften. Die Anzeigepflicht von Mischungen, die eigenständig aus nicht verschreibungspflichtigen Mitteln angefertigt werden, bleibt wie bisher bestehen.

Wer zukünftig verschreibungspflichtige Medikamente herstellen will, muss im Grunde Apotheker werden. Als Heilpraktiker ist dies noch nie möglich gewesen und wird es auch in Zukunft nicht sein.

Wir hoffen, mit diesem Artikel etwas Licht ins Dickicht der Verunsicherung gebracht zu haben. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, dass wir keine Juristen sind und dieser Artikel lediglich auf unseren eigenen Recherchen und unserem gesunden Menschenverstand beruht. Weitergehende Ansprüche hieraus können nicht geltend gemacht werden.

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